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Lange Str. 20 / 22Dr. Albert Kahlberg
Am 9. November 1938 wurde im Zusammenhang mit den massiven judenfeindlichen Ausschreitungen im ganzen Reichsgebiet auch die Synagoge in Halle in Brand gesteckt. Albert Kahlberg wurde verhaftet und in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert. Seine Frau, die Präsidentin der jüdischen Damenloge in Halle war, wurde ebenfalls verhaftet, aber schon am nächsten Tag wieder freigelassen. Durch die Vermittlung des Rabbiners Dr. Loeb aus Göteborg, eines früheren Studienkollegen, erhielt die Familie Kahlberg die Einreiseerlaubnis nach Schweden. Daraufhin wurde Albert Kahlberg mit der Auflage aus der Schutzhaft entlassen, Deutschland innerhalb einer Woche zu verlassen. Am 23. 12. 1938 reiste das Ehepaar Kahlberg als mittellose Emigranten mit je einem Handkoffer und zwanzig Reichsmark nach Göteborg aus. Als Flüchtlinge erhielten sie keine Arbeitserlaubnis und mussten von der Unterstützung der jüdischen Gemeinde leben. Albert Kahlberg fungierte als ehrenamtlicher Rabbiner der orthodoxen jüdischen Gemeinde, um nicht ganz untätig zu sein. 1939 wurde Hans und Katharina Kahlberg von den deutschen Behörden die deutsche Staatsangehörigkeit aberkannt. 1948 nahmen sie die schwedische Staatsangehörigkeit an. Da sie im Alter in Göteborg keinen Platz in einem koscheren Altersheim fanden, zogen sie 1962 in das koschere Altersheim in Hamburg. Dort starb Albert Kahlberg am 19.2.1966 während des Schabbatgottesdienstes in der Synagoge. Er wurde auf dem jüdischen Friedhof in Hamburg bestattet. Seine Frau starb am 2.7.1969 und wurde an der Seite ihres Mannes beerdigt. Dr. Albert KahlbergRabbiner in Halle / S. |
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