Sollingschule - Haupt- und Realschule Uslar
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Förderkreis Sollingschule Uslar

Mauerstr. 1

Sally Hohenberg

Das Geschäft Sally Hohenbergs in der Mauerstraße 1
Sally Hohenberg wurde am 22.1.1876 als Sohn des Kaufmanns J. Hohenberg in Helmarshausen bei Bad Karlshafen geboren. Seine Eltern besaßen dort ein Manufakturwarengeschäft und die „Hessischen Brotfabriken Helmarshausen“.
Seit 1912 hatte Sally Hohenberg in Uslar das Haus des Mühlenbesitzers Wicke in der Mauerstr. 1 gemietet und dort eine Filiale der hessischen Brotfabriken Helmarshausen eröffnet. Während des Ersten Weltkriegs waren die Hessischen Brotfabriken Heereslieferant. Außerdem versorgten sie Arbeitskommandos Kriegsgefangener in der Umgebung von Uslar mit Kommissbrot. Während dieser Zeit waren in der Bäckerei mehrere belgische und russische Kriegsgefangene als Bäcker eingesetzt. Nach Kriegsende schloss Sally Hohenberg die Dampfbäckerei und eröffnete ein Manufakturwarengeschäft mit Warenlager.
Im Juli 1925 gab Sally Hohenberg sein Geschäft auf und zog nach Hannover. Er übernahm dort für kurze Zeit die Leitung des Leihhauses „Zentrum“ und danach die Geschäftsführung des Mode – und Bekleidungsgeschäfts „tebi“ in der Nähe der HANOMAG in Linden.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten nahmen die Anpöbeleien und Belästigungen gegenüber Sally Hohenberg zu. Die Steinpfosten des Gartenzauns vor seinem Haus in der Heinrichstraße wurden immer wieder mit antisemitischen Parolen und Davidsternen beschmiert. Sally Hohenberg starb am 1. 2.1938 nach einem Selbstmordversuch im Jüdischen Krankenhaus in Hannover.

Hier wohnte

Sally Hohenberg
*1876
Freitod
Hannover 1938

 

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