Sollingschule - Haupt- und Realschule Uslar
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Förderkreis Sollingschule Uslar

Lange Str. 30 / 32

Willi Freudenthal

Willi Freudenthal wurde am 6.5.1884 als ältester Sohn des Kaufmannsehepaares Gustav und Pauline Freudenthal geboren. Nach dem Besuch der Grundschule in Uslar besuchte er in Hannover von 1895 bis 1903 das Gymnasium. In Hannover heiratete er Gertrud Abraham. Das Ehepaar hatte zwei Söhne und eine Tochter. Willi Freudenthal übernahm das väterliche Manufakturenwarengeschäft in der Langen Str. 30/32. Zusammen mit dem amerikanischen Multimillionär Keusch, der bei Willi Freudenthals Großvater in Bodenfelde die Lehre gemacht hatte, gründete er 1923 die Wecke - Bank in Uslar.
1931 wurde Willi Freudenthal geschieden. Ein Jahr später starb seine Frau. Nach dem Konkurs seines Geschäfts zog er 1932 nach Hannover und heiratete Cäcilie Jacobsohn. Im Zusammenhang mit dem Konkurs der Wecke Bank kam es 1935 zu einem Prozess vor dem Landgericht Göttingen. Neben anderen Mitgliedern des Bankvorstandes wurde Willi Freudenthal zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Danach verlieren sich seine Spuren. 1938 wurde er noch einmal in einer Kolonne jüdischer Arbeiter an der Autobahnbaustelle bei Northeim und 1939 als Straßenkehrer mit Judenstern in Hannover gedehen. Anfang September 1941 wurden Willi und Cäcilie Freudenthal in das Judenhaus an der Strangriede in Hannover eingewiesen und von dort am 15.12.1941 in das Ghetto Riga deportiert. Willi und Cäcilie Freudenthal überlebten die Haft nicht.

Hier wohnte

Willi Freudenthal
*1884 Uslar
deportiert
Ghetto Riga 1941



 

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