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Wie ein ganzes Dorf flüchtet - Ein Zeitzeuge erzählt...
Von unseren ZOOM-Redakteuren Eric Jörn, Julian Bähr und Markus Nolte Montag, 25. Januar 2010 - Die 10. Klassen der Sollingschule Haupt- und Realschule erhielten an diesem Tag einige Geschichtsstunden der besonderen Art. Zu Beginn der Veranstaltung schauten sich die Schülerinnen und Schüler einen Film aus den 60er Jahren über die Flucht aus Böseckendorf an. In dem Film wurde gezeigt, wie die Flucht derart reibungslos klappen konnte und wie sich ein Pfarrer nach der Flucht in Westen für die angekommenen Flüchtlinge einsetzte und ihnen Bauland, welches er einem Bauern abgekauft hatte, zur Verfügung stellte. Dort haben sich dann die Flüchtlinge angesiedelt. In der dritten Stunde hatten die Klassen dann die Möglichkeit einen Zeitzeugen zu befragen. Die Flucht ereignete sich im Jahr 1961, kurz nachdem am 13. August des selben Jahres auf Veranlassung der DDR-Führung mit dem Bau einer innerdeutschen Mauer begonnen worden war. Bei dieser spektakulären Flucht, die in diesem Umfang einmalig in der DDR war, flohen 13 Familien mit Kind und Kegel. Später gelang weiteren 17 Böseckendorfer Einwohnern die Flucht. Unter ihnen war auch der damals 18 jährige Zeitzeuge Bernward Klingebiel. Er berichtete von seiner Flucht und wie sie mit einem Schlitten durch das Minenfeld zogen. Den aufmerksam zuhörenden Schülerinnen und Schülern stand er nach seinem anschaulichen Bericht für Fragen zur Verfügung. |
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