Sollingschule Uslar - Haupt- und Realschule
Sollingschule Haupt- und Realschule · Zur Schwarzen Erde 3 · 37170 Uslar · Tel.: 05571-2713 · Fax: 05571-4990


Förderkreis Sollingschule Uslar

31 Mutmacher für den Bus

Presseartikel der HNA

Die ersten Schulweg-Begleiter (Bus-Scouts) im Uslarer Land sind ausgebildet worden.

Uslar. Die Erfahrungswerte sprechen für sich: Gewalt und Sachbeschädigungen in Schulbussen in Südniedersachsen sind zurückgegangen, seitdem es eine recht neue Art von Aufpassern gibt: Es sind die so genannten Bus-Scouts, auf deutsch: Schulweg- und Busbegleiter. Die gibt es jetzt auch im Uslarer Land.

Bus-Scouts sind keine Hilfspolizisten, keine Mitarbeiter von Sicherheitsdiensten, sondern Schüler, die sich freiwillig für ein besseres Miteinander auf dem Schulweg einsetzen. Sie sollen bei Streit vermitteln, mit gutem Beispiel vorangehen, für mehr Zivilicourage bei sich und unter den Mitschülern sorgen.

Polizei- und Bustrainer
In Uslar haben sich 31 Fahrschüler der 8. und 9. Klassen der Sollingschule (Haupt- und Realschule) und des Gymnasiums zu Bus-Scouts ausbilden lassen und kürzlich ihre Zertifizierung erhalten. Die Trainer waren Florian Reschke vom Polizeikommissariat Uslar und Torsten Uhlendorff, Geschäftsführer der Firma Regiobus Uhlendorff in Gieselwerder.

Sechs Trainingstage lagen hinter den Bus-Scouts aus dem Uslarer Land, hauptsächlich trainierten sie Rollenspiele, vorweg gab es die Theorie. Die praktische Ausbildung fand in einem echten Schulbus statt. Dabei spielten die neuen Bus-Scouts alles durch, was es nach den bisheringen Erkentnissen so alles auf dem Schulweg gibt: Vom Drängeln beim Einsteigen und Wegschubsen der Jüngeren bis hin zur Gewalt, Fahrschüler festzuhalten und nicht an der für sie richten Haltestelle aussteigen zu lassen.

Bei der Zertifizierung gab es viel Lob und Vorschusslorbeeren: Alle haben ihren Job sehr gut macht, war der Tenor. Wichtig sind für die Bus-Scouts, so fassten es die Trainer Reschke und Uhlendorff zusammen, diese Regeln:

  • angemessen reagieren
  • sich selbst nicht in Gefahr bringen
  • die eigene Meinung sagen
  • bestimmtes Durchsetzen gegen Ärger

Henning Stahlmann, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Südniedersachsen, brachte es auf den Punkt: "Es gibt nur Gewinner. Die Bus-Scouts haben viel gelernt, vor allem fürs Selbstbewusstsein. Und wenn das Klima im Schulbus sich verbessert, kann es nur von Vorteil für den Personennahverkehr sein."

70 Prozent sind Fahrschüler
Das Gymnasium Uslar hat über 70 Prozent Fahrschüler, berichtete Schulleiter Dr. Hermann Weinreis, das rechtfertige die Ausbildung zum Bus-Scout, die zudem ein Erfolgsmodell sei. Weinreis sprach sich dafür aus, die auf Bundesebene festgelegten Höchstzahlen für die Plätze in Schulbus zu reduzieren. Denn überfüllte Busse seien ein Grund für Konflikte an Bord. Die Folge sei allerdings, dass der Schulbusverkehr mehr Geld koste.

Jürgen Nolte, Leiter der Sollingschule, lobte die Vorbildfunktion, die die Bus-Scouts einnehmen. Betreut wurde das Projekt von Seiten der Schulen von Swenja Noack und Andrea Nölker (Sollingschule) sowie Roswitha Gnadt (Gymnasium). (fsd)

Presseartikel der HNA Uslar, 20.02.2009
Foto oben: HNA Uslar, www.hna.de
www.hna.de


 
News | Schule | Schulgebäude | Kollegium | Mitarbeiter | Schüler | AGs | Terminkalender | Downloads | Kontakt | Impressum

© Sollingschule Uslar - Haupt- und Realschule 2006-2012
Homepage-AG der Sollingschule